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Ein London Fog ist ein Earl-Grey-Latte: kräftig aufgebrühter Earl Grey, warme Milch und Vanille werden zu einem weichen, zitrusbetonten Getränk gemischt. Du brauchst dafür keine Espressomaschine. Wichtig ist eine ausreichend intensive Teebasis, die nach der vorgesehenen Ziehzeit abgeseiht und erst danach mit Milch ergänzt wird.

Hier findest du ein Rezept für eine große Tasse, Anpassungen für Pflanzendrinks und eine kalte Variante. Die Mengen sind bewusst ein Ausgangspunkt: Wie viel Milch und Süße passen, hängt von deinem Earl Grey und deinem Geschmack ab.

Was unterscheidet London Fog von normalem Tee mit Milch?

Die Kombination aus Earl Grey und Vanille ist der Kern. Earl Grey bringt die typische Bergamottennote mit, während Milch den Aufguss verdünnt und das Mundgefühl verändert. Vanille ergänzt eine weitere aromatische Richtung. Häufig wird das Getränk mit aufgeschäumter Milch zubereitet, es schmeckt aber auch mit lediglich warmer Milch.

So beschreibt auch Twinings seinen London Fog als Earl-Grey-Getränk mit Vanillesirup und gedämpfter Milch. Lavendel kommt in manchen Varianten vor, ist aber keine zwingende Grundzutat. Die genaue Ursprungsgeschichte wird unterschiedlich erzählt; für das Rezept ist keine eindeutige Zuschreibung nötig.

Rezept für eine Tasse

Ergibt: etwa 250 ml Getränk zuzüglich etwas Schaum. Zeit: ungefähr 8–10 Minuten einschließlich Vorbereitung. Verwende eine Tasse mit ausreichend Platz für den Schaum.

  • 100 ml frisch aufgekochtes Wasser
  • 1–2 TL loser Earl Grey, abhängig von der Mischung und gewünschter Intensität
  • 150 ml Milch oder ein zum Erwärmen geeigneter Pflanzendrink
  • 1 TL Vanillesirup als zurückhaltender Startpunkt; bei Bedarf später ergänzen

Du brauchst zusätzlich eine hitzefeste Kanne oder Tasse zum Aufgießen, einen Filter und einen kleinen Topf oder geeigneten Milchaufschäumer. Ein normaler Wasserkocher wird nur zum Erhitzen des Wassers verwendet.

Welcher Earl Grey passt?

Wähle einen Earl Grey, dessen Bergamottenprofil du grundsätzlich magst. Für die Milchmischung darf der Aufguss kräftiger sein als für eine pur getrunkene Tasse. Mehr Intensität erreichst du über eine passende Dosierung; beliebig lange Ziehzeit ist dafür kein guter Ersatz.

N°4 Earl Grey Blue Deluxe enthält laut aktueller Zutatenliste eine Schwarzteemischung aus China, Assam- und Darjeeling-Tee, Bergamottöl, Bergamottenschalen und Kornblumenblüten. Die reguläre Empfehlung lautet 1–2 TL auf 200 ml bei etwa 100 °C und 3–5 Minuten. Für dieses Latte-Rezept verwendest du die Teemenge auf weniger Wasser und ergänzt anschließend die Milch. Beachte die aktuellen Zutaten- und Spurenhinweise auf der Packung.

London Fog Schritt für Schritt

  1. Tee aufgießen: Gib 1–2 TL Earl Grey in den Filter und übergieße ihn mit 100 ml frisch aufgekochtem Wasser. Starte einen Timer.
  2. Kontrolliert ziehen lassen: Für N°4 sind 3–5 Minuten vorgesehen. Beginne beispielsweise bei 3 Minuten und passe den nächsten Aufguss nach Geschmack an. Andere Mischungen können andere Angaben haben.
  3. Milch erwärmen: Erwärme währenddessen 150 ml Milch oder Pflanzendrink im geeigneten Gerät beziehungsweise Topf. Für dieses Rezept muss die Milch nicht sprudelnd kochen.
  4. Blätter entfernen: Nimm den Filter vollständig heraus oder seihe den Tee ab. So ziehen die Blätter während des Mischens nicht weiter.
  5. Vanille dosieren: Rühre zunächst 1 TL Vanillesirup in den heißen Tee.
  6. Zusammengeben: Gieße die warme Milch langsam dazu und setze den Schaum nach Wunsch darauf. Probiere vor einer weiteren Sirupzugabe.

Die Teeblätter nehmen etwas Flüssigkeit auf. Daher fällt das tatsächliche Volumen der abgeseihten Basis etwas kleiner aus. Für eine präzise Wiederholung kannst du die fertig abgeseihte Basis abmessen und die Milchmenge daran anpassen. Für die Alltagstasse ist wichtiger, dass du denselben Ablauf beibehältst.

Wie viel Tee und wie viel Milch?

Gewünschte Richtung Verhältnis als Startpunkt Was du damit veränderst
Milchig Etwa 1 Teil kräftiger Tee auf 2 Teile Milch Bergamotte und Schwarztee treten zurück
Ausgewogen Etwa 2 Teile Tee auf 3 Teile Milch Entspricht ungefähr dem Grundrezept
Teebetonter Etwa gleiche Teile Tee und Milch Die Teebasis bleibt deutlicher wahrnehmbar

Diese Verhältnisse beziehen sich auf einen kräftigen, bereits abgeseihten Aufguss. Ein sehr dünner Tee wird durch dieselbe Milchmenge nicht plötzlich aromatischer. Wenn der London Fog wässrig schmeckt, ändere zuerst das Mischverhältnis oder die Teemenge beim nächsten Aufguss.

Du kannst auch auf die Schaumschicht verzichten. Sie ist vor allem eine Frage von Textur und Präsentation, keine Voraussetzung dafür, dass die Aromen zusammenpassen.

Vanille ohne Sirup: Süße getrennt steuern

Wenn du Vanillearoma und Süße getrennt einstellen möchtest, verwende einen für Lebensmittel vorgesehenen Vanilleextrakt nach Herstellerdosierung und süße erst danach nach Geschmack. Produkte sind unterschiedlich konzentriert; eine pauschale Löffelmenge wäre deshalb wenig hilfreich.

Vanillezucker ist eine weitere Möglichkeit, bringt aber ebenfalls Zucker mit. Auch Honig oder ein anderer Sirup verändert die Süße und den Eigengeschmack. Wenn du das Getränk nicht zusätzlich süßt, kann dennoch Zucker aus Milch oder Pflanzendrink enthalten sein. „Ohne zusätzliche Süße“ und „zuckerfrei“ sind nicht gleichbedeutend.

Mit Haferdrink oder anderer Pflanzenalternative

Nutze einen Drink, dessen Geschmack dir gefällt und dessen Verpackung das Erwärmen oder Aufschäumen vorsieht. Die Ergebnisse unterscheiden sich je nach Produkt: Manche bilden stabileren Schaum, andere bringen mehr Eigengeschmack oder Süße mit. Für eine pflanzliche Variante müssen auch Sirup und weitere Zutaten entsprechend ausgewählt sein.

Wenn etwas ausflockt, ist der Aufguss nicht allein wegen der Zitrusnote automatisch „verdorben“. Prüfe Frische, Produktangaben und Zubereitung, statt einen pauschalen Schluss zu ziehen. Welche Faktoren bei Milch und Tee eine Rolle spielen, erklärt unser Beitrag Tee mit Milch: passende Sorten und Flockenbildung.

Iced London Fog zubereiten

Brühe die Teebasis zuerst heiß auf und entferne die Blätter nach der vorgesehenen Zeit. Rühre den Sirup ein und kühle die benötigte Basis anschließend zügig in einem geeigneten hitzefesten Gefäß ab. Gib die kalte Basis und kalte Milch beziehungsweise Pflanzendrink in ein Glas und ergänze Eiswürfel.

Schmelzendes Eis verdünnt zusätzlich. Starte deshalb lieber mit weniger Milch und ergänze nach dem Probieren. Gieße kochend heißen Tee nicht in ein gewöhnliches kaltes Trinkglas; beachte die Temperaturbeständigkeit deiner Gefäße. Bereite die benötigte Menge möglichst frisch zu und lasse ein Milchgetränk nicht stundenlang ungekühlt stehen.

Wenn der London Fog nicht so schmeckt wie gewünscht

  • Zu bitter oder zusammenziehend: Prüfe zuerst Ziehzeit und Dosierung. Eine größere Sirupmenge verdeckt das Problem möglicherweise nur.
  • Zu schwach: Reduziere die Milchmenge oder dosiere beim nächsten Aufguss etwas mehr Tee. Verändere nicht beides gleichzeitig, wenn du die Ursache verstehen möchtest.
  • Zu süß: Beginne beim nächsten Mal mit weniger Sirup und nutze bei Bedarf Vanilleextrakt zur getrennten Aromatisierung.
  • Zu parfümiert: Die Kombination aus starkem Bergamottenprofil, viel Vanille und optionalem Lavendel kann zu intensiv wirken. Lass zunächst Zusätze weg und halte die Grundrezeptur einfach.
  • Kaum Schaum: Prüfe, ob die Milchalternative und das Gerät zum Aufschäumen geeignet sind. Du kannst das Getränk auch ohne Schaum genießen.

Häufige Fragen

Enthält London Fog Kaffee?

Das Grundrezept enthält Earl Grey, Milch und Vanille, keinen Kaffee. Es enthält mit gewöhnlichem Schwarztee trotzdem Koffein.

Ist Lavendel notwendig?

Nein. Es gibt Varianten damit, aber für die hier beschriebene Kombination reicht Earl Grey mit Vanille und Milch. Wenn du Lavendel ergänzen möchtest, verwende ausschließlich dafür geeignete Lebensmittelqualität und dosiere zurückhaltend.

Kann ich Earl Grey im Beutel verwenden?

Ja. Richte Teemenge und Ziehzeit nach dem konkreten Produkt und entferne den Beutel vor der Milchzugabe. Die Blatttee-Löffelmengen lassen sich nicht zuverlässig in eine feste Beutelzahl für alle Anbieter umrechnen.

Geht es mit Lady Grey?

Das ist eine mögliche Variation, kann aber wegen zusätzlicher Zitrusnoten anders schmecken. Was die beiden Bezeichnungen unterscheidet, erklärt der Vergleich Earl Grey und Lady Grey.

Wie mache ich zwei Tassen?

Verdopple Wasser, Teemenge und Milch des gewählten Ausgangsrezepts. Die Ziehzeit wird nicht verdoppelt. Beim Sirup kannst du mit etwas weniger als der doppelten Menge beginnen und nach Geschmack ergänzen.

Quellen und weiterführende Artikel

Stand: 26. Oktober 2026. Das Rezept ist eine redaktionelle Ausgangsempfehlung. Eigene Verkostungs- oder Labortests werden damit nicht behauptet.

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