Für ein Glas Matcha Tonic brauchst du als Ausgangspunkt 1 g Matcha, 50 ml Wasser, 150 ml gut gekühltes Tonic Water und Eis. Rühre den Matcha zuerst separat glatt und gib ihn erst dann zum Tonic. So verhinderst du trockene Pulverklümpchen und erhältst einen kalten Drink, bei dem pflanzliche Grünteenoten auf die bittersüße Note des Tonics treffen.
Die Mischung ist eine Alternative zum cremigen Matcha Latte. Sie schmeckt nicht automatisch milder: Matcha kann herb sein, Tonic bringt durch Chinin eine eigene Bitterkeit mit. Deshalb lohnt es sich, mit einer kleinen Matchamenge und einem eher zurückhaltend aromatisierten Tonic zu beginnen.
Was ist Matcha Tonic?
Matcha Tonic ist ein Mixgetränk aus aufgeschlagenem beziehungsweise glatt gerührtem Matcha und Tonic Water. Matcha ist fein vermahlenes Teeblatt; im Getränk wird das Pulver verteilt, nicht wie Zucker vollständig gelöst. Ein leichter Bodensatz nach längerer Standzeit ist deshalb nicht überraschend.
Tonic Water ist keine andere Bezeichnung für Sprudelwasser. Es enthält den bitter schmeckenden Stoff Chinin und je nach Produkt Zucker oder Süßungsmittel sowie weitere Aromen. Die Zutatenliste entscheidet, wie süß, bitter oder zitrusbetont dein Drink ausfällt. Das Grundrezept enthält keinen zugesetzten Alkohol, aber Matcha enthält Koffein und übliches Tonic Chinin.
Grundrezept für ein Glas
| Zutat | Menge | Wozu sie dient |
|---|---|---|
| Matcha | 1 g | Grünteecharakter ohne einen sehr konzentrierten Start |
| Wasser für den Matcha | 50 ml | Zum klümpchenarmen Anrühren; Temperatur passend zum Produkt |
| Tonic Water | 150 ml | Gekühlt; zunächst eine Sorte mit zurückhaltender Aromatisierung |
| Eiswürfel | Etwa 4–6, je nach Größe | Zum Kühlen, nicht als Ersatz für bereits kaltes Tonic |
| Zitruszeste, optional | Ein kleines Stück | Nur von einer für die Verwendung der Schale geeigneten, gewaschenen Frucht |
Verwende ein Glas mit etwa 300–350 ml Fassungsvermögen, damit neben den 200 ml Flüssigkeit noch Platz für Eis und etwas Schaum bleibt. Ein Teelöffel ist für 1 g Matcha keine genaue Messhilfe; eine kleine Waage macht deine Versuche vergleichbarer.
Die richtige Reihenfolge
- Pulver sieben: Gib den abgewogenen Matcha durch ein feines Sieb in eine separate Schale.
- Glatt anrühren: Füge das Wasser hinzu und verrühre gründlich oder schlage kurz mit einem Chasen auf. Für Hisui ist etwa 75–80 °C ein passender Bezugspunkt aus der aktuellen Zubereitungsempfehlung.
- Kurz abkühlen lassen: Der Ansatz soll das Eis nicht sofort stark abschmelzen. Kühle ihn bei Bedarf im kalten Wasserbad, ohne Wasser in die Schale zu geben.
- Glas vorbereiten: Fülle Eis ein und gieße das kalte Tonic langsam dazu.
- Matcha ergänzen: Gieße den Ansatz langsam über das Eis oder über den Rücken eines Löffels ins Glas. Eine sichtbare Schichtung ist möglich, aber kein Qualitätsmerkmal.
- Vor dem Trinken vorsichtig mischen: Einmal behutsam mit einem langen Löffel durchziehen. Nicht kräftig schlagen, damit möglichst viel Kohlensäure erhalten bleibt.
Gib weder trockenes Matchapulver noch einen heißen Matchaansatz direkt in einen geschlossenen Behälter mit Tonic, um alles kräftig zu schütteln. Die einfache offene Zubereitung im Glas reicht. Für die Pulvervorbereitung findest du weitere Hilfe im Beitrag Matcha klumpt: Ursachen und Lösungen .
Welcher Matcha passt dazu?
Wähle einen Matcha, dessen pflanzlicher Geschmack dir auch in Mischgetränken gefällt. Der teuerste Matcha ist keine Voraussetzung. Ein besonders feiner Matcha zum puren Trinken kann durch die Süße und Bitterkeit des Tonics stark überlagert werden.
N°20 Hisui ist bei Leafed als vielseitiger Alltagsmatcha für Latte, Rezepte und dünn aufgeschlagenen Usucha eingeordnet. Seine leicht grasige Note und sein gedecktes Grün sind ein sinnvoller Bezugspunkt für dieses Rezept: Er muss kein leuchtend grünes Werbefoto nachstellen. Beginne mit 1 g und beurteile die Mischung selbst. Der Produktname „Ceremonial“ ist hier kein Versprechen, dass jeder Matcha für dieselbe konzentrierte Zubereitung gedacht ist.
Das Rezept ist ein redaktioneller Zubereitungsvorschlag, keine dokumentierte Verkostung einer bestimmten Hisui-Charge. Wenn du Matcha pur kennenlernen möchtest, wähle dafür eine getrennte Zubereitung statt aus einem Tonic-Mix auf alle Feinheiten des Pulvers zu schließen.
Zu bitter, zu süß oder zu dünn? So passt du den Drink an
| Problem | Erster sinnvoller Versuch | Was meist wenig hilft |
|---|---|---|
| Unangenehm bitter | Beim nächsten Glas 100 ml Tonic und 50 ml Sprudel statt 150 ml Tonic verwenden | Noch mehr Matcha zugeben |
| Zu süß | Tonic ebenfalls teilweise durch Sprudel ersetzen oder die Zutaten verschiedener Tonics vergleichen | Beliebig viel Zitronensaft als vermeintlichen Zuckerersatz zufügen |
| Zu wenig Matchageschmack | Beim nächsten Mal vorsichtig auf etwa 1,5 g erhöhen oder eine weniger aromatische Tonic-Sorte wählen | Zusätzlich Sirup, Saft und viele Kräuter kombinieren |
| Sandige Klümpchen | Pulver sieben und zunächst separat vollständig benetzen | Trockenes Pulver im fertigen Sprudelglas umrühren |
| Schnell verwässert | Tonic vorkühlen und den Matchaansatz vor dem Mischen abkühlen | Immer neue Eiswürfel in einen noch warmen Drink werfen |
Ändere pro Versuch nur eine Größe. Notiere beispielsweise „1 g, 50 ml Wasser, 100 ml Tonic, 50 ml Sprudel“. So weißt du beim nächsten Glas, was für dich gepasst hat.
Varianten ohne zusätzliche Rezeptkomplizierung
Weniger Tonic: Das oben genannte Verhältnis von 100 ml Tonic zu 50 ml Sprudel macht den Drink weniger tonicbetont. Es reduziert auch die Tonicmenge pro Glas, macht das Getränk aber nicht automatisch zuckerfrei.
Ganz ohne Chinin: Ersetze das Tonic vollständig durch Sprudelwasser. Das ist dann Matcha Soda und kein klassischer Matcha Tonic. Der Geschmack wird deutlich weniger bittersüß. Die allgemeine Mischlogik erläutert auch Tee mit Sprudelwasser .
Mit Zitrusduft: Verwende zunächst nur eine kleine geeignete Zeste. Viel Zitronensaft verändert Säure und Geschmack deutlich; die grüne Farbe allein ist kein Maßstab dafür, ob die Mischung gelungen ist.
Was du über Koffein und Chinin wissen solltest
Ein Matcha Tonic ist ein Genussgetränk und kein notwendiges Gesundheits- oder Energieprodukt. Eine verlässliche Koffeinmenge pro Glas lässt sich ohne Analyse des Matchas nicht aus der grünen Farbe ableiten. Für Schwangere rät das BfR zum Verzicht auf chininhaltige Getränke . Auch wer Chinin aus medizinischen Gründen meiden soll, wählt hier eine andere Getränkebasis.
Häufige Fragen
Kann ich den Drink vorbereiten?
Am besten wiegst du das Pulver vorab ab und kühlst das Tonic. Mische erst kurz vor dem Servieren, damit Kohlensäure, Eis und Pulververteilung passen. Ein vorbereitetes fertiges Glas steht nicht lange unverändert.
Brauche ich einen Bambusbesen?
Nein. Wichtig ist ein separat glatt gerührter Ansatz. Ein kleiner Schneebesen oder ein geeigneter Milchaufschäumer kann helfen. Mit einem Löffel braucht es mehr Sorgfalt; trockenes Pulver direkt im Tonic bleibt die ungünstigere Reihenfolge.
Ist die Schichtung wichtig?
Sie ist eine optische Möglichkeit. Vor dem Trinken solltest du ohnehin sanft mischen, sonst schmecken die ersten und letzten Schlucke unterschiedlich.
Quellen und Rezeptgrundlage
- Whole Foods Market: Matcha Tonic als etablierte Getränkekombination . Das hier beschriebene Mengenverhältnis und die separate Anrührmethode sind eine eigenständige redaktionelle Variante.
- BfR: Hinweise zu chininhaltigen Getränken in der Schwangerschaft .
- Leafed N°20 Hisui: aktuelle Produktbeschreibung und Zubereitung .






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