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Du kannst Mate ohne Bombilla in einer normalen Tasse zubereiten: mit einem geräumigen Teefilter, einem feinen Sieb oder einer Stempelkanne. Die Blätter werden nach der vorgesehenen Ziehzeit vollständig vom Getränk getrennt. Ein spezieller Trinkhalm ist für diese Methode nicht nötig. Wichtig ist, die Dosierung einer Tasse nicht mit der deutlich größeren Blattmenge einer traditionellen Kalebasse zu verwechseln.

Dieser Beitrag konzentriert sich auf die praktische Filtermethode. Die Geschichte und Pflanzenkunde findest du im Mate-Überblick. Hier geht es darum, mit vorhandenem Küchenzubehör einen nachvollziehbaren ersten Aufguss zuzubereiten und Blattpartikel zuverlässig zurückzuhalten.

Brauche ich für Mate eine Kalebasse und eine Bombilla?

Nein. Bei der traditionellen Methode bleiben die Blätter im Gefäß. Die Bombilla besitzt unten einen Filter und hält beim Trinken einen Teil des Blattmaterials zurück. Ein gewöhnlicher offener Strohhalm übernimmt diese Aufgabe nicht. Für eine gefilterte Tasse dagegen entfernst du das Blattmaterial vor dem Trinken – ähnlich wie bei anderem losem Tee.

Auch das argentinische Mate-Institut beschreibt Mate als Tassenaufguss im Beutel und als gefiltertes Getränk. „Mate cocido“ bezeichnet dabei Zubereitungen, die sich von der klassischen Kalebassenmethode unterscheiden. Du musst die traditionelle Ausstattung also nicht kaufen, nur um den Geschmack kennenzulernen. Quelle: Instituto Nacional de la Yerba Mate, Mate cocido.

Welche Methode passt zu deinem Zubehör?
Du hast … Praktische Lösung Wichtiger Punkt
Tasse und großen Filterkorb Blätter im Korb aufgießen, anschließend herausheben Das Netz sollte fein genug für kleine Blattteile sein
Zwei hitzefeste Gefäße und ein Sieb Lose aufgießen und danach durch das Sieb umfüllen Das Sieb sicher auflegen und langsam gießen
Papier-Teefilter Geräumigen Filter in der Tasse verwenden Ausreichend Platz lassen und Öffnung nach Herstellerangabe sichern
French Press Aufgießen, Stempel langsam senken, vollständig ausgießen Nicht im Kontakt mit dem Satz aufbewahren
Nur eine Tasse Erst eine geeignete Filterhilfe organisieren Ein normaler Strohhalm ist kein Ersatz für eine Bombilla

Menge: Starte mit einer Tasse, nicht mit einer vollen Kalebasse

Für einen ersten Tassenversuch kannst du die auf deinem Produkt angegebene Menge verwenden. Bei N°26 Mate-Tee nennt die Produktbeschreibung ein bis zwei Teelöffel auf 250 Milliliter. Beginne am unteren Ende, wenn du das Profil erst kennenlernen möchtest. Ein Teelöffel ist allerdings keine universelle Grammangabe: Blattgröße, Stängelanteil und Füllhöhe machen einen Unterschied.

Wer wiederholbare Ergebnisse möchte, wiegt seine gewählte Menge einmal ab und notiert sie. Entscheidend ist nicht eine angeblich perfekte Zahl für jeden Mate, sondern ein verständlicher Ausgangspunkt. Mehr dazu steht unter Wie viel loser Tee pro Tasse?

Die traditionelle Kalebasse wird dagegen zu einem großen Teil mit Yerba Mate gefüllt und schrittweise nachgegossen. Diese Blattmenge ist nicht einfach die Empfehlung für einen einzelnen vollständig gezogenen 250-ml-Becher. Quelle: argentinisches Mate-Institut, traditionelle Zubereitung.

Temperatur: Warum du unterschiedliche Empfehlungen findest

Traditionelle argentinische Anleitungen arbeiten häufig mit Wasser um 75–80 °C. Das beschreibt eine bestimmte Trink- und Aufgussmethode. Gleichzeitig empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung für Kräuter- und Fruchtaufgüsse sprudelnd kochendes Wasser und mindestens fünf Minuten Ziehzeit; längere erforderliche Zeiten bleiben einzuhalten. Hintergrund sind mögliche Keime in pflanzlichen Trockenprodukten. Quelle: BfR.

Der Teehersteller Demmers nennt Mate in seiner Hygieneempfehlung ausdrücklich zusammen mit Kräutertee und empfiehlt kochendes Wasser. Unsere N°26-Produktseite führt derzeit 80–90 °C als geschmackliche Zubereitungsangabe. Für die hier beschriebene hygienisch vorsichtige Filtermethode orientieren wir uns an der Empfehlung mit kochendem Wasser. Eine niedrigere Temperatur ist keine gleichwertige Maßnahme zur Keimreduktion. Quelle: Demmers Teehaus.

Schritt für Schritt: Mate im Filterkorb

  1. Vorbereiten: Tasse, Filter und Ablage reinigen. Verwende ein hitzefestes Gefäß und einen passenden, stabil sitzenden Korb.
  2. Dosieren: Für den ersten Versuch einen Teelöffel Mate auf 250 ml verwenden, sofern deine Packung keine andere erforderliche Menge nennt. Den Korb nicht dicht stopfen.
  3. Aufgießen: Für diese Filtermethode frisches, sprudelnd kochendes Wasser verwenden. Alle Blätter benetzen.
  4. Zeit einstellen: Mindestens fünf Minuten ziehen lassen; nennt deine Packung eine längere notwendige Zeit, halte sie ein. Für N°26 ist fünf Minuten der Beginn der angegebenen Zeitspanne.
  5. Trennen: Den Filter vollständig herausheben und auf einer sauberen Ablage abtropfen lassen. Nicht minutenlang über der Tasse ausdrücken.
  6. Abkühlen und probieren: Lass den Aufguss auf eine angenehme Trinktemperatur abkühlen. Die Brüh- und die Trinktemperatur sind unterschiedliche Dinge.

Produktbeispiel: ein Mate mit übersichtlicher Zutatenliste

N°26 Mate-Tee enthält laut Zutatenliste Mate-Tee. Damit kannst du den Aufguss kennenlernen, ohne gleichzeitig Fruchtaromen oder Gewürze einordnen zu müssen. Er enthält von Natur aus Koffein. Die Produktbezeichnung „Kräutertee“ bedeutet hier also nicht koffeinfrei. Eine bestimmte Koffeinmenge pro Tasse lässt sich aus der Blattmenge allein nicht zuverlässig angeben.

N°26 Mate-Tee – echte Produktabbildung von Leafed
N°26 Mate-Tee: tatsächliches Produktbild zum beschriebenen Zutaten- und Zubereitungsbeispiel.

Dieses Beispiel ist keine Aufforderung, für den ersten Versuch neues Zubehör zu kaufen. Ein passender vorhandener Filter genügt. Wenn du vergleichen möchtest, welche Bauform feine Partikel besser zurückhält, hilft Teesieb oder Tee-Ei?

Was tun bei Partikeln oder zu kräftigem Geschmack?

Problem Mögliche Ursache Nächster Versuch
Kleine Blattstücke in der Tasse Maschen zu grob oder Filter überfüllt Feineren, größeren Filter verwenden
Sehr kräftig oder herb Für deinen Geschmack zu viel Blattmaterial Weniger Mate bei gleicher hygienisch erforderlicher Zeit nehmen
Zu dünn Wenig Blattmaterial oder zu viel Wasser Beim nächsten Aufguss die Menge etwas erhöhen
Erster Becher passt, zweiter wird immer stärker Mate bleibt in Kanne oder French Press Nach der Ziehzeit vollständig vom Satz trennen

Ändere jeweils nur einen Punkt. Wenn du gleichzeitig doppelt so viele Blätter nimmst, länger ziehen lässt und weniger Wasser verwendest, weißt du anschließend kaum, was den Unterschied verursacht hat. Eine zu starke fertige Tasse kannst du mit frischem heißem Wasser verdünnen.

Häufige Fragen

Geht Mate in der French Press?

Ja, als gefilterter Aufguss. Senke den Stempel langsam und ohne Gewalt. Gieße anschließend alles aus. Die allgemeine Handhabung erklärt Tee in der French Press.

Kann ich ein kleines Tee-Ei nehmen?

Nur wenn es genügend Platz bietet und die Partikel ausreichend zurückhält. Bei feinem Schnitt ist ein Papierfilter oder ein feinmaschiger Korb häufig praktischer.

Ist gefilterter Mate automatisch schwächer?

Die Stärke hängt von Menge, Wasser und Ziehzeit ab. Die Filterform allein macht keine verlässliche Aussage über Geschmack oder Koffeingehalt.

Muss ich die Blätter mittrinken?

Nein. Bei dieser Methode werden sie vor dem Trinken entfernt. Du brauchst weder die Blattreste zu schlucken noch einen improvisierten Trinkhalm einzusetzen.

Stand: 29. Oktober 2026. Die Temperaturangaben der verschiedenen Zubereitungstraditionen werden bewusst von Hygieneempfehlungen unterschieden. Quellen sind im Text verlinkt.

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